Transit Productions

 

Schipfe 53

CH - 8001 Zürich

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+41 (0)76 507 79 29 

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Upcoming

Remote Together

The Reality Vaccine

Ein Live-Video-Walk durch Zürich mit Schaltungen nach Wien, Amsterdamund Berlin

 

Veranstaltungen:

Freitag, 10. Juni 2022, 19:45

Samstag, 11. Juni 2022, 19:45

Sonntag, 12. Juni 2022, 19:45

Tent residency Gessnerallee

Dienstag, 14. Juni 2022, 19:45

Treffpunkt: Museum für Gestaltung, Zürich

Tickets: https://eventfrog.ch/remote-zurich

Remote Together – The Reality Vaccine ist ein vernetztes Liveformat, das die künstlerische Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Realitäten sucht. Zwischen Flashmob und Conference Call eröffnet es neue digitale und hybride Räume des gemeinsamen Theatererlebnisses und bringt gleichzeitig verschiedene Künstlerinnen und Künstler mithilfe digitaler Werkzeuge in Europa zusammen. 

Die Performances finden an allen vier Standorten zeitgleich statt und senden jeweils ein Signal in die Zentrale. Dort produziert eine Live-Regie aus den verschiedenen Feeds einen Stream, der wiederum von den kleinen Publikumsschwärmen vor Ort – unterwegs oder in der Basisstation – per Smartphone gesehen und gehört werden kann. So vereinigen sich die lokalen Publikumsgruppen für die Dauer der Veranstaltungen zu einem länderübergreifenden Supra-Schwarm und die Interventionen und Performances werden zueinander in Bezug gesetzt.

Für Wild Life entwickelt Transit Productions mit den Performer:innen von IMMEDIAT (Zürich), der Gruppe Current: a space (Amsterdam), dem Kollektiv Club Real (Berlin) sowie den bildenden Künstlern Thomas Hörl & Peter Kozek (Wien) eine Serie von Expeditionen zwischen Wissenschaft und Projektion, die sich auf die Suche nach den Kreaturen der Stadt machen und Biodiversität, Lebensräume, Rudelbildungen und Schwarmintelligenzen untersuchen.

 

Konzept & Live-Regie: Transit Productions (Barbara Weber, Yannik Böhmer, Ilona Stutz, Florian Ronc, Kati Rickenbach, Dominic Huber, Sabrina Hofer, Raffael Greminger)

Zürich: IMMEDIAT

Collecting Expressions

Gehen Sie mit einer Figur, die auf der Suche nach einer Stimme ist, auf Erkundungstour durch Zürich. Nicht nur irgendeine Stimme – vielleicht ihre, vielleicht Ihre, vielleicht unsere, auf jeden Fall die der Stadt. Während wir Signale aus Amsterdam, Berlin und Wien empfangen, wird sich die Stadt ausdehnen und die Stimmen der Städte werden sich vermischen und überschneiden. 

 

Konzept & Performance: Corinne Soland
Konzept & Dramaturgie: Elo Göldi
Kamera: Diana Khuu
Kostüm & Szenografie: Stephanie Müller
Outside Eye: Seraina Dür


 

Wien: Thomas Hörl & Peter Kozek

TOTAL LIVING. Das Glück ist ein Vogerl
 

Helga R. liebt Vögel über alles. Vögel und nur Vögel. Vögel sind ihre besten Freunde und ihre einzigen. Jeden Tag zieht sie mit einem Sack Brotkrümel – mindestens 15 Kilo – los und ruft mit herzerweichendem Gesang ihre Kinder herbei. Sie sind so lebendig, da ist immer Bewegung, da ist immer was los. Wir statten Frau R. einen Besuch ab und begleiten sie in ihr Vogelparadies. Aber Achtung! Überall sind so viele Feinde, mehr als Freunde, und sie rücken immer näher mit ihren Behausungen. Aber der Mensch, der Gutes tut, muss am Ende auch belohnt werden.

 

Performance: Peter Kozek
Konzept: Peter Kozek, Florian Ronc
Video: Victor Jaschke

Ausstattung: Valentin Aigner


 

Amsterdam: Current: a Space
Unexpected Encounters

 

Mit dem Leben in einer globalisierten Stadt verlieren wir die Verbindung zueinander. Dabei wird manchmal das Vertraute zum Unbekannten und im nächsten Moment wird das Unbekannte zum Vertrauten. Die Stadt besteht aus Beton, Stein und Metall, aber auch aus Fleisch und Knochen, aus Träumen und Phantasie: Sie ist ein Produkt unmöglicher Konstellationen, ein Ort der Begegnung zwischen dem Realen, dem Imaginären und dem Unbekannten. 

Unexpected Encounters ist ein performativer Stadtspaziergang, der die Reibung zwischen dem Realen und dem Imaginierten, dem, was wir wissen, und dem, was wir nicht wissen, erforscht. Während des Spaziergangs interagiert ein Performer mit einem spontanen Publikum auf der Straße. Das Stück folgt einem Dialog zwischen einem Erzähler und einem deplatzierten Wesen, das versucht, sich in der Stadt zurechtzufinden: Es tanzt, atmet und ahmt die Gesten der Umgebung nach. Was passiert, wenn ein aus der Fantasie geborenes Wesen die Stadt betritt?

 

Konzept & Kuration: Pankaj Tiwari 

Mitarbeit & Performance: Tom Oliver Jacobson 

Performance: Maria Magdalena Kozlowska 

Textmitarbeit: Arijit Laik 

Textmitarbeit: Matias Munoz Sandoval


 

Berlin: Club Real
Durch die Nacht mit Mörtelwespe und Hering

 

Wo sind wir hier? Naja, wir sind in der Berliner Organismendemokratie. Mörtelwespe, Neuberlinerin mit Migrationsgeschichte, trifft Hering, zu Gast aus Helsinki, um die Regierungsform der Organismendemokratie kennenzulernen. Besucher:innen begleiten die beiden live, mitten ins demokratische Ökosystem an der Osloer Straße. Ein mobiler Altar mit Aggregat ermöglicht Miterleben und Kommunikation mit drei parallel stattfindenden Stadterkundungen in Zürich, Wien und Amsterdam.

 

Konzept & Performance: Marianne Ramsay-Sonneck

Konzept & Mitentwicklung: Georg Reinhardt 

Autor: David Lindemann 

Performance: Tuire Tuomisto 

Video / Technik: Valentin Scholz 

in Kooperation mit:

Gessneralle Zürich, Kulturhaus Helferei, Museum für Gestaltung  

 

Mit freundlicher Unterstützung:

Stadt Zürich - Kultur,

Fachstelle Kultur Kanton Zürich 

Pro Helvetia

Migros Kulturprozent

Elisabeth Weber Stiftung

Cassinelli-Vogel Stiftung 

 

Past

#myreallife

LIMBO DIARIES

Veranstaltungen

Mit freundlicher Unterstützung

von Pro Helvetia und GGKZ

About Us

Infos über about-us.ch

Koproduktion:

Berner Rechtsberatungsstelle für Menschen in Not, Transit Productions, Festival about us! Zürich interkulturell, Bühnen Bern

Kooperation:

Haus der Religionen, Bern, UNHCR, Kulturhaus Helferei, Zürich

Zombie-Tv

Mit freundlicher Unterstützung

von Pro Helvetia

The Making of Sucess

Mit freundlicher Unterstützung

Stadt Zürich - Kultur

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Transit Productions

Wir realisieren Produktionen

in den Grenzbereichen der darstellenden Kunst.

 

Dabei verbinden wir beispielsweise wissenschaftliche Phänomene oder gesellschaftliche Entwicklungen mit TV-Formaten und Live-Comics.

Unsere Arbeiten sind theatrale Versuche, die durch andere Künstler_innen und Akteur_innen prozesshaft verändert werden.

Dadurch entstehen transdisziplinäre Projekte und neue Formen der Zusammenarbeit.

Wir arbeiten gemeinsam, unabhängig und immer ergebnisoffen.

 

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Projekte

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Remote Together

Remote Together - Reality Vaccine ist ein Format, das nach neuen digitalen und hybriden Formen des gemeinsamen Theatererlebnisses sucht und gleichzeitig verschiedene Künstler*innen mithilfe neuer digitaler Werkzeuge in Europa zusammenbringt. Für die erste Ausgabe entwickelt Transit Productions mit dem Theatermacher Pankaj Tiwari (Amsterdam), dem Kollektiv Club Real (Berlin) sowie den bildenden Künstlern Thomas Hörl & Peter Kozek (Wien) eine Serie von Simultanperformances, die sowohl lokal als auch digital erlebbar sein werden. 

An verschiedenen europäischen Standorten begeben sich die Performer*innen auf die Suche nach den Kreaturen der Stadt. Mit ihnen gemeinsam folgt das Publikum der Fährte des Menschen als Tier unter Tieren, nimmt Rudelbildungen und Schwarmintelligenzen in den Blick, die unser Zusammenleben subtil organisieren. Diese künstlerischen Expeditionen finden an allen Standorten zeitgleich statt und senden jeweils ein Signal in die Zentrale. Dort produziert die Live-Regie aus den verschiedenen Feeds einen Stream, der wiederum von den kleinen Publikumsschwärmen vor Ort – unterwegs oder in der Basisstation – per Smartphone gesehen und gehört werden kann. So vereinigen sich die lokalen Publikumsgruppen für die Dauer der Veranstaltungen zu einem länderübergreifenden Supra-Schwarm und die Interventionen und Performances werden zueinander in Bezug gesetzt.

Limbo Diaries

29.06
DIENSTAG, 16.00 BIS 19.00 UHR
(halbstündige Slots)

LIMBO DIARIES | ERÖFFNUNG (AUSVERKAUFT!)

Eine Audioinstallation von Kati Rickenbach, Barbara Weber und Mikki Levy Strasser

Während des vergangenen Jahres haben Kati Rickenbach und Barbara Weber in Interviews und Gesprächen Stimmen von Künstler: innen gesammelt. Daraus hat Rickenbach das Panoptikum an Meinungen, Gefühlen, Politik und Geschichten zu einem grossen Wimmelbild verdichtet und Mikki Levy-Strasser ein exklusives «Limbo Diaries»-Zelt dafür entworfen.

 

Die von Barbara Weber und Team entwickelte Audioinstallation lädt die Besucher: innen zu einem Selbstexperiment mit einer Unbekannten ein.

 

Konzept, Durchführung: Kati Rickenbach, Barbara Weber, Mikki Levy Strasser

Stimme: Lale Yavas

Sound design/editing: Yannik Böhmer

Textcollage: Viriginia Woolf, Julia Child, Kati Rickenbach, Barbara Weber et al.

Dauer: 30 Minuten | 1 Besucher: in

 

Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia und GGKZ
 

weitere Informationen

 


Theaterspektakel//Zombie-tv
 

Die Zürcher Regisseurin Barbara Weber, zuletzt mit der performativen Installation «The Making of Success» zu Gast, und die Literatur- und Kulturwissenschafterin Elisabeth Bronfen hätten dieses Jahr am Zürcher Theater Spektakel eigentlich ein TV-Format auf die Theaterbühne bringen wollen: eine «Late Night Lecture Show» über die Repräsentation und Inszenierung von Frauen in Machtpositionen.

 

Doch dann kam das Virus, stellte das Bühnenformat infrage und brachte andere Themen ins Spiel. Ein knappes Semester Pandemieerfahrung inklusive medialem, politischem und gesellschaftlichem Durcheinander von Statistiken, Masken, Sicherheitsabständen, Contact-Tracer*innen, Reiseeinschränkungen und Selbstverantwortung später präsentierten sie ihr neu entwickeltes, mehrteiliges Projekt «Zombie TV».

 

Den Netflix-Gewohnheiten entsprechend und coronaproof als Online-Stream, geht die Miniserie in sechs Folgen der Frage nach: Verwandelt die Pandemie uns alle in Untote? Werden wir zur tödlichen Bedrohung füreinander? Ausgangspunkt waren die kulturwissenschaftlichen Betrachtungen von Elisabeth Bronfen, die unter dem Titel «Angesteckt: Zeitgemässes über Pandemie und Kultur» welches im Echtzeit Verlag erschienen ist.

weitere Infos: zombie-tv.ch

 

The Making of Success
Theaterspektakel//MANIFESTA 11

Welche Eigenschaften braucht ein Mensch, um erfolgreich zu sein? Start-up-Unternehmer wie Mark Zuckerberg sind die Helden der Jetztzeit. Regisseurin Barbara Weber und der Dramaturg Haiko Pfost fragen in ihrem Projekt nach den Wünschen, Träumen und Überzeugungen solcher Erfolgsmenschen und setzen diese in Bezug zu den Zukunftsträumen von Kindern. Was würde sie dafür tun, dass ihr Wunschtraum in Erfüllung geht?

Träumen Kinder heute noch davon, Theater zu machen, Schauspieler oder Regisseurin zu werden? Barbara Weber bezweifelt das. Sie stellt die These auf, dass das, was jungen Menschen erstrebenswert und Erfolg versprechend erscheint, direkt abhängig ist von der Gesellschaft, in der sie leben, von Wirtschaft und Politik. Künstler, Ärztin, Banker, Model – das war einmal. «Zu den dominanten Werten der heutigen Gesellschaft zählen Individualismus, Selbstverwirklichung, Unabhängigkeit, Eigenverantwortung und wirtschaftlicher Erfolg», stellt sie fest. «Spätestens seit der Finanzkrise kommen die Faszinationsfiguren der heutigen Wirtschaftswelt nicht mehr von der Wallstreet, sondern aus dem Silicon Valley. Der Prototyp des neuen kapitalistischen Super-Heros ist der Start-Up-Gründer.»

«The Making of Success» basiert auf einer soziologisch-künstlerischen Recherche und ist als europäisches Projekt angelegt. Zusammen mit der slowenischen Autorin Ana Lasic haben die Zürcher Regisseurin Barbara Weber und der Dramaturg und Kulturwissenschaftler Haiko Pfost, der sich unter anderem als Ko-Intendant des Brut in Wien einen Namen gemacht hat, einen Fragenkatalog entwickelt, den sie zehn- bis zwölfjährigen Kindern aus verschiedenen europäischen Ländern vorlegen.

In einem ersten Schritt wurden fünf Zürcher Kinder nach ihren Zukunftsvisionen befragt: «Was ist für dich Erfolg, und was würdest du alles dafür tun, um im Leben erfolgreich zu sein?» Aus diesen Interviews ist eine Videoarbeit entstanden, die Teil ist der performativen Installation im Pavillon.

Aufgrund der Videos wird in einem zweiten Schritt jedem Kind ein erwachsener Partner zugewiesen, ein Unternehmensberater oder Start-Up-Gründer, der über einschlägige Erfahrung verfügt und als Coach agiert. Das Publikum erlebt live vor Ort, wie jeweils ein Kinder und ein Erwachsener sich austauschen über Wünsche und Ziele und Erfolgsstrategien erarbeiten, während sich unter den Händen eines Maskenbildners das Kind langsam in sein erwachsenes Gegenüber verwandelt. «Uns interessiert die Umkehrung der Vorbilder», sagt Barbara Weber. «Kinder beginnen den Selbstoptimierungshype zu reproduzieren, sie dienen aber gleichzeitig auch als Rollenvorbilder für die neue Unternehmergeneration: Sie sind lernbegierig, kreativ, mutig. Und sie haben Spass an dem, was sie tun.» (kdi)

Konzept & Leitung Barbara Weber, Haiko Pfost | Video Liesa Kovacs, Nick Prokesch | Maske Bernd Eischeid, Johannes Anton Resch | Text Ana Lasic, Haiko Pfost | Beratung Set & Technik Johannes Weckl | ProduktionsleitungDaniela Lehmann Koproduktion Transit Productions, Manifesta 11 und Zürcher Theater Spektakel | Unterstützung Stadt Zürich Kultur | 

BARBARA WEBER & HAIKO PFOST

Theater der Überforderung - Kunsthalle Zürich

am 14. April 2015 eröffnet die Zürcher Regisseurin Barbara Weber ihr Vierspartenhaus „Theater der Überforderung“ in der Kunsthalle Zürich. Dieses irrlichterne Projekt interessiert sich für das Werk des japanischen Dramatikers, Dichters, Fotografen und Filmemachers Shuji Terayama (1935 – 1983).

Aufführungen: 17., 24. & 30. April, 08. & 13. Mai, jeweils 18:00 Uhr.

Wie andere in den 1970iger Jahren des letzten Jahrhunderts entschied sich Terayama für Wege jenseits etablierter Vorstellungen und forderte dazu auf, das Leben, die Kunst und das Theater als Einheit zu denken. So behauptete er beispielsweise, dass man aus Boxkampf und Pferderennen mehr lernen könne als in Schule und Studium, was er mit Filmen wie Werft die Bücher weg und gehen wir auf die Strasse!“ (書を捨てよ、町へ出よう) unterstrich. 1967 gründete Terayama die Theatertruppe Tenjo Sajki (天井桟敷), mit der er kontroverse Themen wie Inzest oder Polysexualität unverblümt aufgriff.

Unter der Beteiligung von Michael Gempart, Denise Hasler, Carl Hegemann, Matthew Lutz-Kinoy, Tobias Madison, Franz-Xaver Mayr, Fabian Müller, Madlaina Peer, Gabrielle Schaad, Elia Schwaller, Jan Vorisek und Barbara Weber.

weitere Infos: http://kunsthallezurich.ch/de/theater-der-überforderung

Transit Productions lädt vom 13. Juni - 3. Oktober 2015 zu
GREY GARDENS
eine Sommerresidenz in den Zürcher Hamptons

Eine Koproduktion mit der ZHdK und dem Theater Chur gefördert von der Stadt Zürich, Pro Helvetia, dem Kanton Zürich, der Ernst Göhner Stiftung, der Nestle Fondation pour l'Art und dem Migros Kulturprozent.

Nach fünf Jahren als Co-Direktorin des Theater Neumarkt lädt Barbara Weber mit ihrer neuen Gruppe Transit Productions im Rahmen einer Residenz an der ZHdK einen Sommer lang Künstler, Theoretiker, Autoren und Studierende dazu ein, sich von dem zum Kultfilm avancierten Dokumentarfilm "Grey Gardens" inspirieren zu lassen und in diversen Formaten seine Konstellationen und Themen aufzugreifen und weiterzuspinnen. Ein Versuch, mit aussergewöhnlichen Produktionsmitteln und in einer langfristigen Auseinandersetzung mit dem Stoff neue Formen und Formate des theatralen Schaffens auszuprobieren.

Grey Gardens, ein Meilenstein des dokumentarischen Films, ist die Geschichte von "Big Edie" und "Little Edie Beale", die Geschichte eines exzentrischen Rückzugs, die Geschichte zweier Nonkonformistinnen, aber auch die Geschichte zweier aus der Welt gefallenen Damen der New Yorker Upper Class. Subversion & Pathologie, Messietum und Showtunes, Verwahrlosung und Exzentrik - und eine Mutter-Tochter Beziehung mit Beckettscher Dimension.

Freiheit durch Rückzug
Über den Produktionszeitraum von vier Monaten soll ein Freiraum und darin ein kollaboratives Netzwerk entstehen. Die Grundbewegung ist das Horten - was mit der leeren Bühne beginnt, führt zu einer Überlagerung verschiedener Blickwinkel, Formate, Entwürfe und Arbeitsweisen - von der Installation zur Intervention, zur Performance, Ausstellung, Podiumsdiskussion, zur politischen Debatte, zum Hörspiel. Jeder Gast tritt in Dialog mit der gesamten Unternehmung und entwirft darin ein weitgehend eigenständiges künstlerisches Vorhaben, mal skizziert, mal ausformuliert. Jedes Format hinterlässt seine Spur im Raum. Diese zunehmende Anhäufung von gebrauchten, genutzten und gesammelten Versuchsaufbauten und Objekten bildet nicht nur eine inhaltliche Parallele zu der Anhäufung von Objekten in der Bealeschen Residenz, sondern soll auch Referenzpunkt für bereits Geschehenes und Ausgangspunkt für neu Entstehendes sein. Alle Annäherungen an den Stoff sind interdisziplinär und prozessorientiert. Dabei geht um ein spielerisches,künstlerisches, diskursives Erforschen des Stoffes in seiner "kristallinen Vieldeutigkeit", aber vielmehr noch um die Erprobung von künstlerisch produktiver Arbeitsweisen, individuell und kollektiv,jenseits der konventionellen Produktionszwänge und Sparten - mit einem besonderen Fokus auf prozessorientiertes, kollaboratives Arbeiten. Alle Arbeiten, von Skizze zu ausformuliertem Projekt, sind Bestandteil von Grey Gardens, ohne dabei ihre künstlerische Autonomie einzubüssen.

www.transitproductions.ch/projekte/grey-gardens

Ausführliches Programm siehe www.theaterderkuenste.ch

Wer wir sind

Kati Rickenbach, geboren in Basel, lebt in Zürich. Sie ist Mutter zweier Töchter. Seit ihrem Illustrations-Studium an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Luzern und an der HAW Hamburg arbeitet sie als freie Comiczeichnerin und Illustratorin. 2006 erschien ihre autobiografisch geprägte Comicserie „Zyri“ im Züritipp. Ihr erstes Buch „Filmriss“ und der autobiografische Comic „Jetzt kommt später“ wurden bei Edition Moderne veröffentlicht. 2015 veröffentlichte sie „Neuland“, ein Sachcomic zum Thema Stillen und Wochenbett. Ihr Comicstrip „Züriversum“, über das Leben in der Stadt, erschien 2018/2019 im Schweizer Tagesanzeiger. Kati Rickenbach ist Mitherausgeberin des Comicmagazins STRAPAZIN und im Vorstand des Luzerner Comicfestivals Fumetto.

 www.katirickenbach.ch

www.instagram.com/katirickenbach

www.strapazin.ch

www.fumetto.ch

www.immerdiesezwinglis.ch 

Barbara Weber, die als Regisseurin, Kuratorin und Kulturmanagerin Projekte wie ZH-Reformation, Kunst Szene 2018 umsetzte, leitete davor fünf Jahre das Theater Neumarkt. Seit 2016 ist sie in der künstlerischen Kommission des internationals Festivals IMPULSE in NRW (DE). Sie bringt nicht nur Erfahrungen in der Umsetzung von regionalen wie nationalen Grossprojekten mit, sondern auch ein grosses Netzwerk aus den Bereichen Theater, Kunst, Literatur und Szenografie. Barbara Weber inszenierte ihre Projekte in der freien Szene wie auch am Stadttheater vom Nationaltheater Athen bis zu den Salzburger Festspielen. Sie ist Spezialistin für Aufgaben, die einen interdisziplinären Charakter haben und sich zwischen den gängigen Rastern von Theater, Kunst, Wissenschaft, Musik und Politik abspielen. Sie lebt in Zürich und ist Mutter zweier Töchter. 

Dominic Huber, arbeitet als Bühnenbildner und Regisseur an der Ausweitung von Realitätserfahrungen in theatralen Zusammenhängen.

Seit seinem Architekturstudium an der ETH Zürich entstanden neben Ausstellungsprojekten zahlreiche Bühnenräume in u.a. Zürich, Basel, Berlin, Frankfurt, München, Hamburg, Wien, Brüssel und Lausanne. Mit Bernhard Mikeska gestaltete Huber eine Reihe installationsartiger Theaterprojekte. Eine regelmässige Zusammenarbeit besteht mit Lola Arias, Sebastian Nübling und Toshiki Okada. 

Eigene Theaterinstallationen waren u.a. HOTEL SAVOY in New York und am HAU Berlin sowie FOREVER YOURS. HOUSE – eine Wohnhausinstallation – war in u.a. In Buenos Aires, Warschau und Jerusalem zu sehen.

Seit 2008 arbeitet Dominic Huber mit Stefan Kaegi und Rimini Protokoll: Dabei entstanden Projekte wie Heuschrecken, Situation Rooms und WELTKLIMAKONFERENZ sowie Nachlass. Einige dieser Arbeiten sind weltweit unterwegs und wurden mehrfach ausgezeichnet. 2009 erhielt Dominic Huber das Werkstipendium der Stadt Zürich für einen Aufenthalt in NYC. 2015 war er Mitglied der Internationalen Jury an der Prager Quadriennale für Szenografie und Performance Design. Er unterrichtet regelmässig an der Zürcher Hochschule der Künste. Mit Situation Rooms (Rimini Protokoll) und The Vacuum Cleaner (Regie: Toshiki Okada) wurden 2 seiner Projekte ans Berliner Theatertreffen eingeladen. 2019 erhielt er den Schweizer Theaterpreis.

 

Yannik Böhmer (*1992 in Hannover) ist Regisseur, Videokünstler und arbeitete nach dem Abitur 2011 in unterschiedlichsten Funktionen in der freien Szene und am Schauspiel Hannover. 2013 – 2016 arbeitet er als fester Regieassistent am Deutschen Theater Berlin. Hier entstanden erste eigene Inszenierungen für das Junge Dt. 2016 Wird er sur dossier in den Studiengang Master Theater Regie in Zürich, unter der Leitung von Nicolas Stemann und Stephan Müller, aufgenommen. 2018 Inszeniert er «Einige Nachrichten an das All» von Wolfram Lotz als Koproduktion zwischen der ZHdK und dem DT Berlin und inszeniert die Uraufführung von «Hamstergemetzel» von Ralf N. Höhfeld in der «theaterwerkstatt hannover».

Am Schauspielhaus Zürich ist er zuletzt Gast in Nicolas Stemanns Inszenierung «Der Streik» (Live Video), und erarbeitet gemeinsam mit Alicia Aumüller den filmischen Lockdown-Essay «Window talk». Ausserdem entstand für das Zürcher Theaterspektakel gemeinsam mit der Regisseurin Barbara Weber die Produktion «Zombie TV», die den Netflix-Gewohnheiten entsprechend als Online-Stream entstand.

 

 

Florian Ronc, geboren 1992 in Zürich. Studium der Deutschen Philologie, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Klassischen Philologie an der Universität Wien, Mitbelegung in den Bereichen Kunsttheorie sowie Bühnen- und Filmgestaltung an der Universität für angewandte Kunst Wien. In der Spielzeit 2012/13 als fester Dramaturgieassistent am Theater am Neumarkt, Zürich, an Produktionen von Barbara Weber, Rafael Sanchez, Laura Koerfer, Milo Rau u.a. beteiligt. Danach Assistenzen in der Sparte Musiktheater am Theater Biel-Solothurn und der Oper Schenkenberg. Seit 2013 freier Dramaturg, Autor und Stückentwickler in Österreich und der Schweiz (u.a. Grey Gardens. Eine Sommerresidenz, Barbara Weber, Julia Reichert u.a., ZHdK, Zürich 2015; Reigen (the making of a post porn schnitzler), Haiko Pfost & Yosi Wanunu, Werk X, Wien 2016; Contributions to the Universal Memorybank / flow.p, Peter Kozek, Manifesta11, Zürich 2016; ZH-REFOMTATION.CH, Barbara Weber & Martin Heller, Zürich 2016-2019; Mehr Zeit für Probleme I-III, Schauspielhaus Wien 2019/20). Gastreferent an der Universität für angewandte Kunst Wien (Performance und Raum II, Sommersemester 2016). 

 

 

Mikki Levy-Strasser, geboren 1990 in Zürich, arbeitet als Szenograf und Kostümbildner und ist Veranstalter in der Kultur. Er schloss 2014 seinen Bachelor of Arts an der Zürcher Hochschule der Künste ab. In den Jahren während und nach dem Studium arbeitete er als Bühnen- und Kostümassistent am Theater Neumarkt und am Theater Basel, unter anderem in Produktionen von Thom Luz, Robert Borgmann, Julia Hölscher und Barbara Weber. Seit 2017 arbeitet er als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner und kuratierte gemeinsam mit der Regisseurin Laura Koerfer das Hyperlokal in Zürich. Im Frühling 2018 gestalteter er das Bühnenbild für „Hate“ (Regie: Dominik Locher) am Fabriktheater in Zürich. Mit Fiona Schreier entwickelt er nicht nur Schuhlprojekte wie im Februar 2020 an der FMS Basel, sondern erarbeiten in unterschiedlichen Konstellationen theatralen und performative Erlebnisse im Nachtleben.  Neben dem Theater ist er seit ein paar Jahren stark im Nachtleben von Zürich involviert und ist verantwortlich für die Gestaltung diverser Events und Festivals. Darunter die Chateau Festivals im französischen Brugund und dem Lila queer Festivals. Zusammen mit Samuel Schwarz gestaltet er 2020/21 das Programm der Corona Stage Max-Frisch-Bad im Freibad Letzigraben und ermöglicht durch dieses Projekt kulturelle Teilhabe in Zeiten der Covid-19 Pandemie. 

 

 

Produktionsleitung

Transit Productions 

Schipfe 53

8001 Zürich